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zentrum für Gegenwartskunst






Auszüge aus dem Konzept




Konzeption (Auszüge), KUNST Pavillon nachfolgen als Pinakothek genannt
Kopieren, vervielfälltigen und weiterverwenden (auch auszugsweise) bedürfen der schriftlichen Einwilligung.



Konzeption

Nutzung des ehem. Ausstellungspavillons AWE, Wartburgallee, Eisenach
Zu einem Arbeits- und Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst








1. Ausgangssituation




1.1 Beschreibung baulicher Zustand zur Zeit

Das Gebäude ist seit 1994 ungenutzt bzw. nur zu sporadischen Zwecken genutzt.
Durch Schäden an der Dachhaut dringt an mehre-ren Stellen Wasser in das
Gebäude ein und verursacht Folgeschäden. Die Verglasungen sind teilweise beschädigt
oder unbrauchbar gewor-den. Elektrische Anlagen sowie Wasser- und Gasanschlüsse
sind zu erneuern. Wände, Decken und Fußböden sind zu überarbeiten. Die Außen-
anlage incl. Begrünung und der Treppenbereich müssen komplett instand gesetzt
werden. Der gesamte äußere Eindruck wird dem Anspruch des Gebäudes nicht gerecht,
zeigt einen verwahrlosten Anblick und wirkt daher störend.

1.2 Beschreibung im Kontext der städt. Kultur- und Tourismuspolitik

Zurzeit besitzt Eisenach eine gute Ausrichtung der Kultur- und Touris-muspolitik in Sicht
auf bereits vorhandene historische Kulturgüter, wie Wartburg, Thüringer Museum, Bach-
haus, Lutherhaus, Alte Mälzerei etc. Verstärkte Anstrengungen sind in der touristischen
Erschließung des Villenviertels „Südstadt“ einschließlich Wandelhalle zu erkennen.
Bestehende Ausstellungsmöglichkeiten für zeitgenössische Kunst sind derzeit nur in
privaten Galerien, wie Kneise und Schindler, oder durch gelegentliche Stadtgastprojekte
zu finden.Die kürzlich erstmalig größere Ausstellung von Eisenacher Künstlern im
Marstall des Marktschlosses (Dez. 05/ Jan. 06) sowie die „galerie der einhundert tage“
(Sommer 06) am Markt und deren überdurch-schnittlich hohen Besucherzahlen lassen
den Schluß zu, daß zur bisherigen, eher traditionellen Kunst- und Kulturausrichtung
(incl. kleinere Höhepunkte in der Mälzerei) eine neue Präsentation der Gegenwartskunst
notwendig ist.
Mit der Pinakothek und Moderne eröffnet sich der Stadt Eisenach und deren Künstlern die
Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln. Eisenach kann eine zukunftsträchtige Entwicklung
erfahren, wenn es gelingt, zu den vergangenen Kunst- und Kulturschätzen eine kulturelle
Gegen-wart zu etablieren, die dadurch in die Lage versetzt wird, produktiv Zukünftiges zu leisten.




2. Projektvision


Warum brauchen wir in Eisenach ein Arbeits- und Ausstellungs-zentrum für Gegenwartskunst?

Für die Präsentation von Gegenwartskunst in Eisenach spricht:
- Bereicherung der Kunst- und Kulturlandschaft in unserer Stadt für Einwohner,
Künstler und Touristen
- Ergänzung des Ausstellungsangebotes um einen festen etablierten Bereich
der Gegenwartskunst
- Anlauf-, Integrations- und Präsentationspunkt für Künstler
- evtl. Möglichkeit zur Einrichtung eines transparenten Gast-ateliers für die Entwicklung/
Fortführung von Projekten, z.B. „Stadtgast“, oder für Studienaufenthalte von Kunst-
studenten (z.B. aus Partnerstädten, Partnerschaften mit Hochschulen)
- neutraler Boden für Ausstellungen von Künstlern der Region, Erweiterung der privaten
Präsentationen (Galerie Bohl/Kneise, Galerie Schindler, Cafe Balance, etc.)
- Erhöhung der Attraktivität der Wandelhalle (Ausstellungs-besuch in der Pinakothek
mit anschließendem Besuch von Wandelhalle und Karthausgarten)
- Anreiz für Investoren: Kultur als „weicher Standortfaktor“ zeigt den Zeitgeist der Stadt
sowie für die weitere Entwicklung als Mittelzentrum und „Leuchtturm in Westthüringen“
- Schaffung einer Verbindung/ eines Hinweises zum neuen Automobilmuseum durch ent-
sprechende Skulptur
- Verlängerung der Aufenthaltsdauer von Touristen durch größeres kulturelles Angebot
(auch bei schlechtem Wetter)
- Anziehung neuer, bisher kaum vertretener Kunden und Gäste
- allgemein wachsender Markt von zeitgenössischer Kunst, v.a. auch als Kapitalanlage
- bessere Ausgangsposition als ähnlich attraktive Städte durch einen zusätzlichen
touristischen Höhepunkt



3. Zielsetzung allgemein


- dauernde Ausstellungen für Gegenwartskunst jeder Richtung
- Erhaltung des historischen Gebäudes ohne bauliche Veränderung als Bauwerk seiner Zeit
- Ausstellungsmöglichkeiten v.a. für Eisenacher Künstler, aber auch für regionale und ausge-
wählte internationale Künstler
- Etablierung eines Kunstmarktes in Eisenach durch regelmäßig
stattfindende Auktionen
- Zusammenarbeit mit Wartburg, Thüringer Museum etc. (z.B. durch zeitlich begrenzte Ausstellungen etc.)
- „Schau“-Werkstatt, „Kunst im Werden“, evtl. zum Mitmachen
- Bildungsanliegen auch für „Uninteressierte“ durch Zufallsbegegnungen mit Kunst



4. Realisierung


4.1 Erarbeitung von Anforderungen unter Mitwirkung von

- Stadt Eisenach, Kulturamt, Stadtplanungsamt, Museen
- Grundstücks- und Gebäudeeigentümer
- evtl. Kontaktaufnahme mit überregionalen Kunstvereinen, um Erfahrungen
zu verwerten u. für eine spätere Zusammenarbeit
- Architekturbüro für Sanierungs- u. denkmalrechtliche Belange



4.2 Bauliches Realisierungskonzept


4.2.1 Beseitigung von Bauschäden bzw. Sanierungsstau unter dem Aspekt der
Erhaltung der ursprünglichen Bausubstanz

- Hausanschlüsse ELT, Gas, Wasser (abgemeldet)
- Außenanlagen, Pflasterung, Grünanlagen, Zuwegung
- Außentreppe (Betonsanierung)
- Stahltraggerüst und Kunststeinblendplatten mit Aufhängungen (Atika)
- Aluminiumfassadenkonstruktion (verschlissen) u. Verglasung
- Dach (Wellasbest)
- Außentüren, Innentüren
- WC-/ Sanitäranlagen und Heizung (kompl. verschlissen)
- Elektroinstallation (kompl. zu erneuern)
- abgehängte Decken und Bodenbelag (nachträglich verlegter textiler
Belag auf historischen Belag rückbauen)

4.2.2 Herstellen der Nutzbarkeit sowie der Galerieräume durch

- Beleuchtungskonzept und Beleuchtungsanlage
- Raumklimatisierung (Anforderung abh. vom Spektrum der auszu-
stellenden Kunstwerke)
- Sicherheitskonzept (Anforderung abh. vom Spektrum der auszu-
stellenden Kunstwerke und von den Anforderungen der Sachversicherung)
- Stellwände und Hängesystem
- Garderobe, Personalraum inkl. Grundausstattung
- Gastatelier
- ausstellungs- / bildungspädagogischer Bereich




4.3 Finanzielles Realisierungskonzept


4.3.4 Aufwendungen für Grundstück und Gebäude



4.3.2 Aufwendungen für bauliche Instandsetzung



4.3.3 Aufwendungen für Galerieaufbau



4.3.5 Kosten für den Betrieb (Wasser,Strom,Gas,Steuern,Versich.)



4.3.5 Finanzierung aller Kosten

Die Finanzierung des laufenden Unterhaltes soll durch Vermietung aller Flächen
erreicht werden (z.B. an Ateliernutzer, an Kunstvereine, usw.). Das bedeutet, daß
je Atelier und Ausstellungsfläche ein Mietanteil aufgebracht wird, der mindestens
der Höhe des laufenden notwendigen Unterhaltes entspricht. Werden Ausstellungs-
flächen zusätzlich an andere Künstler, Vereine oder Aussteller vermietet, sinkt ent-
weder die Mietbelastung des Einzelnen, oder die Mehreinnahmen werden für die
laufende Sanierung verwendet. Einnahmen aus regelmäßigen Kunstauktionen fließen
dem Unterhalt und der Sanierung zu. Für die Sanierung sind zusätzlich Sponsoren-
mittel zu beschaffen. Förderer und Sponsoren können in einem angemessenen
Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert werden.



4.3.6 Betreiberkonzeption in personeller Hinsicht

Zu Beginn sollen alle notwendigen Arbeiten vom Betreiber selbst, bei der
Sanierung unter Zuhilfenahme von entsprechenden Firmen oder kompetenten
Fachkräften, ausgeführt werden. Mit Beginn des „offiziellen“ Geschäftsbetriebs
im 3. Jahr ist geplant, eine Arbeitskraft für organisatorische und verwalterische
Arbeiten zu beschäftigen.



4.3.7 Fördergelder und -programme für vorgenannte Aufwendungen

Es wird regelmäßig geprüft, welche und inwieweit Förderungen in Anspruch
genommen werden können.



4.4 Zeitliches Realisierungskonzept

1. Jahr
Entmüllung und Fassadenreinigung; zerschlagene Verglasung er-setzen; erste
Sicherungsmaßnahmen der Außenanlage; Anschluß an Strom, Gas und Wasser;
Begehbarkeit der Treppenanlage herstellen; Außenanlage (direkte Zuwegung)
herstellen; vorläufiger Betrieb des Ateliers und erste Präsentationen; Dach-
sicherung; Sanierung der Regenentwässerung; ggf. Sanierung der vorgehängten Atika

2. Jahr
Ausstellungsraum zur vorübergehenden Nutzung sichern und herstellen;
elektrische Anlage und Sanitäreinrichtungen erneuern; vorläufiger Betrieb
des Ateliers und Präsentationen; Fertigstellung weiterer Bereiche der Frei-
fläche im Zuge von Ausstellungen im Freiraum

3. Jahr
Installation der Heizung; ggf. teilweiser Austausch der Verglasung; offizielle
Eröffnung der Pinakothek und Aufnahme des vollständigen Betriebes

4. Jahr
abschließende Arbeiten; ggf. teilweiser Austausch von Verglasung

5. Jahr
ggf. Reserve für Verschiebungen durch unvorhersehbare Ereignisse



5. Entwicklungsmöglichkeiten


- z.B. Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen (Auto-museum,
Wandelhalle etc.)
- Ausrichtung von Symposien, Kunstseminaren etc.
- Einbeziehung der angrenzenden Grünfläche zu Errichtung eines Skulpturen-
weges/ -parkes, um einen attraktiveren Übergang zur Wandelhalle zu schaffen
- Schaffung eines „Galeriewegweisers“, um Eisenacher Kunst-galerien zu „verbinden“



6. Vorteile und Nutzen für die Stadt
im Vergleich zu anderen Varianten


-entfallen-



7. Management


Betreiber der Pinakothek und des Ateliers: vorerst Peter Schäfer
Zurzeit wird die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung geprüft.


8. Tendenzen


Dieses Nutzungskonzept orientiert sich am untersten zu erwartenden durch-
schnittlichen Wachstum. Sollte während der nächsten Jahre ein zusätzliches
Wachstum, z.B. durch zusätzliche Kunstverkäufe, Förderungen oder Sponsoren
mittel, erzielt werden, wirkt sich dies verkürzend auf die Sanierungs- und
Anlaufphase aus.



Achitektonisch - denkmalerische Betrachtung


Jede Zeit hinterläßt ihre Spuren in der Ansicht einer Stadt. Setzte man den Zeitrahmen nur ein wenig anders, müssten nach heute gültigen Ansprüchen (z.B. rechtwinklige Grundflächen, sparsame Heizungen, umweltgerechte Sanitäreinrichtungen etc.) viele historisch einmalige Bauwerke grundlegend überarbeitet oder gar rückgebaut werden.

Die Betrachtungsweise eines Denkmals liegt jedoch nicht nur im funktionalen oder ästhetischen Wert eines Objektes. Sie liegt im Wesentlichen in seiner Entwicklung, aus der heraus es entstanden ist.

Bei dem hier beschriebenen Objekt handelt es sich um eine typische Ausstellungshalle der 70er Jahre, wie sie sowohl in DDR und BRD als auch europaweit errichtet wurden. Es spiegelt einen neuen, transparenten Zeitgeist mit klar gegliederten, sich wiederholenden Formen im Zusammenspiel mit innovativen Entwicklungen (wie serienmäßig hergestellte Betonelemente und Isolierverglasungen) wider.
Gleichzeitig symbolisiert dieser Pavillon den Entwicklungs- und auch Gedankenstand seiner Epoche und transportiert somit das Anliegen seiner Erbauer in die Zukunft.

Eine zur Diskussion gebrachte Überlegung zum Abriss dürfte sich schon deshalb nicht stellen, weil es sich bei dem Pavillon um das Beispiel eines typischen Baustils seiner Zeit handelt und nun durch die sinnvolle Nutzung ein Erhalt des Gebäudes gesichert werden kann.
Den Besuchern und Bewohnern Eisenachs kann so ein markantes Detail des architektonischen Potentials dieser Stadt präsentiert werden.

Unsere Aufgabe als diejenigen, welche erst aus diesen architektonischen Epochen hervorgegangen sind, sollte darin bestehen, aus ihnen zu lernen, sie als Beispiele von traditioneller Baukunst und Teil der jeweiligen Gegenwartsgeschichte zu begreifen und zu erhalten, sie zur Grundlage unseres Wissens zu machen sowie aus den Vor- und Nach-teilen Neues und Besseres zu entwickeln.



Konzept & Urheberrechte :

Peter Schäfer,
99817 Eisenach / Mariental 3

Tel. 0173 420 790 8

www.metallumvivum.info
peter-schaefer.mail@t-online.de

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