Die Gefilde der Bildenden Kunst
zu begehen schickt sich zum zweiten mal die Rockgruppe „Reinhard Cooper an .
Nach der im Sept. 2007 gemeinsam
angefertigten Holzskulptur „Besteigen der Quelljungfer verboten!
(Standort: Gelände der Alten
Mälzerei), hat man sich nun einer Auseinandersetzung auf dem Gebiet Metallplastik
gewidmet.
Jens Schneider, Martin Abramowski
und Tobias Herrmann treiben ihre Phantasie-ausbeutung mit einem einfachen
Dichtungsmaterial voran, den Verschlussdeckeln von Flaschen der Marke
Eisenacher Wartburgpils.
Schnell war demzufolge auch
der „Sponsor gefunden.
Den Stanniolfolien der Flaschendeckel
wohnen unendliche Formen bzw. Gestalten inne. Bei der Herstellung ist
die spätere Gestalt dieser Pseudomorphosen nicht allein dem Kompositionsprinzip
des Zufalls geschuldet, sondern auch dem Prägnanzgesetz. Beim manuellen
Aufstrecken oder Einstauchen der Verschlüsse und Folien entsteht etwas,
das erst durch den Blick des
jeweiligen Betrachters einzig gemacht wird.
Der Betrachter wird bemüht
in diese aufgerissene Form einen Wahrnehmungsinhalt zu assoziieren (Gesetz
der guten Gestalt oder auch Prägnanzgesetz).
Die Finissage, am 1. März 2008
um 19 Uhr, stellt eine Rückbesinnung dar, denn wenn sich die Band „Reinhard
Cooper daran macht den Filmklassiker
„Das Schreckenskabinett des
Dr. Caligari (D 1926) live zu vertonen, wird wieder die Musik im Vordergrund
der Wahrnehmung stehen.